Lutz Nachdenk-BLOG

Fragen ist auch gut, es führt manchmal schneller zum Ziel!

Zeitschleife

Meine Kurzgeschichte mal aus Sicht der Physik betrachtet.

Dabei begebe ich mich bewusst auf dünnes Eis. Ich muss nämlich über Quantenmechanik schreiben. Quantenmechanik hat aber nichts mit unserer physikalischen Alltagserfahrung zu tun. Quantenmechanische Erscheinungen mit unseren bekannten Begriffen zu beschreiben, muss zwangsläufig zu Widersprüchen und absurden Schlussfolgerungen führen. Ich versuche es trotzdem.

Wenn man über Physik redet (oder schreibt) geht es im Wesentlichen auch um Begriffe, die eindeutig definiert sein müssen. Hier möchte ich kurz den Begriff  „Planck-Zeit“ einführen. Planck-Zeit ist die kürzest mögliche Zeiteinheit. Wie wir wissen, ist ein Quantum die kleinstmögliche Erscheinungsform der Materie, die Planck-Zeit ist die kleinstmögliche Erscheinungsform der Zeit.

Was bedeutet das? Zeit ist nichts weiter, als die Chronologie von Ereignissen. Keine Ereignisse – keine Zeit. Zwei Ereignisse finden nicht gleichzeitig statt, wenn eine Zeitspanne dazwischen liegt. Die Planck-Zeit ist das Minimum.

Warum ist das so wichtig? Nun, meine Geschichte handelt von der Zeit. Da sollten wir schon wissen, was das ist.

Nun komme ich zu einer Theorie, die ursprünglich von Hugh Everett als Interpretation der Quantenmechanik bekannt wurde. Dort geht es darum, dass unser Universum nur eine Möglichkeit von vielen ist.

Unser Universum lässt sich durch eine Vielzahl von Quantenzuständen beschreiben. Jedes Stück dieses Universums besteht aus Elementarteilchen, die wiederum Erscheinungsformen von Quantenzuständen sind. Diese zu beschreiben, würde unser Universum beschreiben – in einem ganz bestimmten Augenblick. Eine minimale Zeiteinheit später (eine Planck-Zeit später) haben sich die Quantenzustände geändert. Das Universum ist ein anders geworden. Wie anders, ist für die nächste, zukünftige Zeiteinheit unbestimmt. Die Gegenwart legt fest, wie das Universum ist. In einem Planck-Zeitraum (Gefahr! Wenn ich Planck-Zeitraum schreibe, könnte man denken, es passt doch noch ein Ereignis hinein. Dem ist nicht so.) kann nicht viel passieren. Die Zustände von einigen oder vielen Quanten können sich ändern – sie tun es auch. Nun ist aber die Planck-Zeit sehr kurz, d. h. in einer Sekunde können so viele Ereignisse eintreten, dass die Welt sich tatsächlich weiterentwickelt. Sie ist jetzt sogar sichtbar eine andere geworden. In der einen Welt schreibe ich über die Planck-Zeit in einer anderen gehe ich gerade Milch kaufen und in einer ganz anderen gibt es mich überhaupt nicht, weil sich meine Eltern nie getroffen haben. So sind unendlich viele Welten vorstellbar, in der es überhaupt kein beobachtbares Universum gibt, weil zum Beispiel die Gravitationskonstante eine ganz andere ist. Das sind alles mögliche Welten „gewesen“(!). Gewesen darum, weil unsere Gegenwart genau diese Welt, die wir erleben, verwirklicht hat. Nur die zukünftigen Welten sind unbestimmt. Sie müssen aber immer unsere Geschichte und den jetzigen Augenblick (die Gegenwart) als Geschichte haben. Das heißt, unser Universum wird immer meinen Stempel tragen – auch wenn sie sich dadurch kaum verändert und sich niemand mehr an mich erinnert. Das ist egal, das zukünftige Universum wird mich immer enthalten

Und nun zu meiner Story der Zeit. Dort gelingt es einer Gruppe von Wissenschaftlern einen Metallwürfel eine Woche in die Vergangenheit zu transportieren. Die Geschichte endet mit dem Anfang. Wieder sitzen die Wissenschaftler im Konferenzraum und wieder erwarten sie den Würfel. Beim zweiten Mal kommt der Würfel.

Das heißt, die Geschichte ist fast gleich, aber ein Detail, der erscheinende Würfel, verändert alles, alles in der Zukunft. Die beteiligten Personen werden sich zukünftig anders verhalten, die Welt, in der sie leben, anders beeinflussen. Auf dem Mond und im Andromeda System wird sich dadurch erstmal nichts ändern, langfristig aber auch dort.

Was bedeutet das? Das ist eine interessante Frage. Eine Reise in die Vergangenheit, so wie ich sie hier dargestellt habe, bedeutet einen Rückgriff auf den vergangenen Quantenzustand der Welt. Das Universum wird sozusagen zurückgesetzt (ein Informatiker würde das als Wiederherstellung mittels BackUp beschreiben) auf einen Quantenzustand dieses Zeitpunkts mit den Parametern, die sich verändert haben – z. B. der plötzlich vorhandene Würfel im Konferenzraum.

Ich kam darum auf diesen Gedanken, weil ich oft über das Paradoxon, welche SF-Autoren und Wissenschaftler gleichermaßen bewegt – das Großvaterparadoxon – nchdenke. Das Paradoxon beschreibt einen Zeitreisenden, der in die Vergangenheit reist und verhindert, dass seine Großeltern oder Eltern sich treffen und er darum nie geboren werden kann. Wenn er nie geboren wird, kann er nicht in die Vergangenheit reisen und verhindern, dass sich seine Großeltern treffen, was ihm ermöglicht, in die Vergangenheit zu reisen u.s.w.

Das kann ich einfach auflösen. Mit seiner Reise in die Vergangenheit ändert er den Quanten- und auch makrophysikalischen Zustand des Universums und das Universum wird ab da ein anderes sein. Nämlich eins, welches ihn enthält. Dazu muss er nicht in der Geschichte geboren worden sein. Er ist dort einfach angekommen, aus der Zeit, aus einem völlig anderen Universum, aus einem Universum, in dem er geboren wurde.

Soweit zu der einen Lösung. Die wirft aber ein anderes Problem auf – die Verletzung des Energieerhaltungssatzes.

Das kann ich auch nicht lösen. Ob meine Idee (nein, es ist nicht mal eine Hypothese oder gar eine Theorie) so funktioniert, kann ich beim besten Willen nicht überzeugend darlegen. Vieleicht habe ich darum keinen Nobelpreis…   😉

Ich hoffe aber, Euch hat dieser Beitrag ein wenig das Gehirn kräftiger durchblutet und Euch dazu gebracht, mehr über das Wesen unserer Welt nachzudenken.

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Mein Kursleiter-Profil für die VHS Hannover

„Vermutlich habe ich mich der EDV verschrieben, weil ich damit ein Werkzeug in der Hand habe, welches die Arbeit für mich macht!“

So habe ich es vor einiger Zeit formuliert und drücke damit zwei wesentliche Aspekte aus, was EDV für mich bedeutet.

Zum einen halte ich die EDV für ein Werkzeug, ein außerordentlich komplexes Werkzeug, welches die Arbeit erleichtern, effektiver gestalten und meist sogar bestimmte Arbeiten überhaupt erst ermöglichen kann.

Zum anderen möchte ich damit ausdrücken, dass die EDV Prozesse automatisieren kann, viele Arbeiten automatisch erledigen kann.

Meine ersten Schritte in der EDV bin ich mit Großrechnern gegangen. Aufgrund der, vergleichsweise geringen Leistungsfähigkeit der damaligen Systeme, war Prozessoptimierung oberstes Gebot und es gibt keinen Grund, diese Tugend heute zu vernachlässigen. Im Gegenteil, die rasante Arbeits- und Alltagsumwelt erfordert oft effektives Handeln.

Mein Schwerpunkt waren immer Datenbanken und zugehörige Informationsprozesse. Daten richtig zu erfassen, zu verarbeiten und auszuwerten ist eine nichttriviale Aufgabe, die spezielles Know-how erfordert.

Als Unternehmensberater habe ich in Handwerksbetrieben, klein und mittelständischen Unternehmen (KMU) eigenverantwortlich betriebswirtschaftliche Lösungen etabliert, Arbeits- und Kommunikationsprozesse entwickelt und die Anwender geschult.

In meinen Schulungen, Lehrgängen und Kursen richte ich meine Schwerpunkte immer darauf aus, praxisnahe, individuelle und anwenderbezogene Lösungen zu bieten. Die EDV ist ein Werkzeug, welches man beherrschen muss, um effektiv damit umzugehen.

OneNote ist ein Bestandteil von Microsoft-Office, dass es bereits seit 2003 gibt und eher im Schatten der übrigen Office-Produkte existierte. Und das zu Unrecht! Denn sehen Sie sich Ihren eigenen Schreibtisch an. Gibt es Notizzettel, PostIt´s und eMail-Ausdrucke? Sicher.

Machen sie sich das Arbeits-, Vereins- und Privatleben leichter – mit der EDV!

Welle-Teilchen-Dualismus: Ja, diese Formulierung ist Quark! (Teil 2)

Lange habe ich mich mit dem Gedanken getragen, dass die Beschreibung, Elektronen oder auch das Licht wären gleichzeitig Wellen UND Teilchen, nicht nur unglücklich formuliert, sondern sachlich falsch ist.

Immer wieder liest man in populären Physikbüchern, dass Licht sowohl Wellen als auch Teilchen wären. Gestützt wird diese Idee dadurch, dass die Experimentalphysiker in ihren Experimenten diese Eigenschaften gezeigt haben. Zum Beispiel beweist der photoelektrische Effekt, dass Licht aus Teilchen (Photonen) besteht.

Ebenso beweist das Doppelspaltexperiment, dass das Licht aus Wellen besteht. Daraus leitet man ab – ja, ich vermeide es, konkret zu benennen, wer das ableitet – dass das Licht BEIDES wäre. Das geht so aber nicht!

Da die Wissenschaftler und Nobelpreisträger, die diese Erkenntnisse gewonnen haben, keine Idioten oder Dummköpfe sind, gehe ich davon aus, dass es die Autoren der populären Bücher und Schriften sind. Es geht auch nicht darum, dass die Aussage über den Welle-Teilchen-Dualismus dumm ist, sie verführt nur vielfach zu falschen Vorstellungen. Quantenphysik kann man sich nicht vorstellen. Die Eigenschaften sind vorhanden – basta.

Dummerweise wird die kontraintuitive Quantenphysik von Scharlatanen und anderen Strolchen, die Geld mit der Dummheit verdienen, missbraucht. Darum schreibe ich jetzt auch diesen Beitrag.

Wenn ich behaupte, dass die Formulierung Welle-Teilchen-Dualismus Quark ist, dann möchte ich das folgendermaßen begründen:

Sie wissen alle, was ein Modell ist. Bitte beachten Sie das zweite „L“. Ich meine keinesfalls die dünnen Mädchen im Modebusiness. Ein Modell ist ein Abbild der Wirklichkeit, welches geschaffen wurde, um einen oder mehrere Aspekte der Wirklichkeit abzubilden oder zu verdeutlichen.

Wenn ich also ein Modell schaffe, welches mir die Welleneigenschaften des Lichts zeigt, sehe ich diese auch – wenn es sie gibt. Also das Modell mit Wasserwellen, die interferieren können.

Wenn ich ein Modell nutze, das mir die Teilcheneigenschaften zeigt, werden sie auch gezeigt – wenn es sie gibt. Also das Modell mit energiereichen Teilchen, die Elektronen aus Atomen schlagen können.

Wenn ich Eigenschaften sehen möchte, von denen ich noch keine Ahnung, keine Vorstellung habe, müsste ich entsprechende Experimente machen. Aber keine Sorge, solche Eigenschaften werden wechselweise von Theoretikern und von Experimentatoren gefunden.

Ein Theoretiker fand in seinen Berechnungen zum Beispiel Störungen von Planetenbahnen, die auf die Existenz des Neptuns deuteten. Ein anderer schlussfolgerte aus fehlenden Energie und fand die Existenz von Neutrinos.

Andererseits beobachtete ein Experimentalphysiker, z. B. Kepler, (ja, zu Experimentatoren gehören auch Leute, die durchs Fernrohr gucken) die Planetenbewegungen und fand dann, als Theoretiker, die zugehörige Erklärung – die Planetengesetze. Oder die Entdeckung des Positrons. Das wurde in den Detektoren von Beschleunigern gesehen und musste durch Theoretiker erklärt werden.

Nun aber – endlich – zum Thema. Warum behaupte ich, dass die Darstellung, Licht wäre gleichzeitig Welle UND Teilchen, falsch sei? Weil man genau genommen sagen müsste – Licht ist WEDER Welle noch Teilchen! Warum?

Ganz einfach. Wir können uns – zu Recht – nicht vorstellen, dass Licht Welle UND Teilchen ist. Das ist eine Tatsache, an der wir nicht rütteln müssen. Wir können uns Wellen vorstellen, wir denken an Wasserwellen, selbst von Schallwellen in der Luft können wir uns eine Vorstellung verschaffen.

Bei Teilchen denken wir an geworfene Steine, an kleine Kugeln die durch den Raum fliegen. Ja sogar super winzige Energiepunkte, die, wenn sie auf Atome (von denen wir auch eine falsche, bildliche Vorstellung haben) treffen, Elektronen herauslösen können.

ABER – beides gleichzeitig! Das funktioniert nicht. Selbst unsere kühnste Phantasie schließt das aus. Also meine Phantasie schließt sogar aus, dass sich jemand diesen Dualismus vorstellen kann. Warum machen wir es uns also so schwer? Es ist nicht Beides, sondern es ist etwas Anderes. Dann ist es ganz einfach!

Und nun zu meinem Bild, zu meinem Modell, mit dem ich das Gesagte begründen will.

Stellen Sie sich ein rechteckiges Loch in einer Ziegelwand vor, dass mit einer dünnen Glasscheibe gefüllt ist. Die zugehörigen Eigenschaften sind Lichtdurchlässigkeit, keine Durchlässigkeit von Luft. Ein Fenster, sagen Sie jetzt. Richtig!

Stellen sie sich ein rechteckiges Loch in einer Ziegelwand vor, dass mit einem sehr feinmaschigen Metallgitter gefüllt ist. Die zugehörigen Eigenschaften sind Lichtundurchlässigkeit und Luftdurchlässigkeit. Ein Fliegengitter, sagen Sie? Richtig!

Also genau jeweils ausschließende Eigenschaften.

Nehmen wir an, ich könnte ein Kraftfeld – wie es zum Beispiel in den Raumschiff Enterprise-Filmen dargestellt wird – konstruieren, welches wahlweise durchsichtig, aber undurchdringlich oder auch durchdringlich und unsichtbar geschaltet werden könnte. Das wäre ein ideales Fenster, welches ich auch in der Toilette oder im Schlafzimmer undurchsichtig schalten könnte, aber auch öffnen könnte, indem ich es auf ‚durchdringbar‘ schalte.

Würden sie das auch als Fenster-Fliegengitter-Dualismus bezeichnen? Eher nicht! Sie sagen, das ist weder-noch. Das ist etwas völlig Neues. Das ist ein Kraftfeld!

Und so sollte meiner Ansicht nach auch der Welle-Teilchen-Dualismus betrachtet werden. Andernfalls wird unsere Sicht auf die Wirklichkeit der Natur verfälscht.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und eine spannende Zukunft!

Der Welle-Teilchen-Dualismus

Ja, klar! Einen langweiligeren Titel konnte ich mir nicht ausdenken. Wer die Überschrift bis zu Ende gelesen hat, ist inzwischen dermaßen gelangweilt (oder schläft sogar schon), dass er sich vermut-lich kaum zum Weiterlesen überwinden kann. Und für die Neugierigen, die es doch bin hier ge-schafft haben, wird es dafür interessant.
Es geht nämlich überhaupt nicht um den Welle-Teilchen-Dualismus. Was der bedeutet, wisst Ihr? Es geht im Wesentlichen nur darum, dass elementare Teilchen oder Kräfte bzw. Wirkungen, wie sie in der Natur von Photonen oder Elektronen, also Leptonen – den leichten Teilchen – Eigenschaften aufweisen, die sich gegenseitig ausschließen. Sie verhalten sich in Experimenten manchmal wie normale Teilchen und manchmal wie normale Wellen. Diese widersprüchlichen Eigenschaften wur-den in zahllosen Experimenten nachgewiesen. Dass die Experimente so zahlreich sind, liegt unter anderem daran, dass die Wissenschaftler die Ergebnisse selbst nicht glauben konnten. Inzwischen gilt dieses Wissen aber als gesichert und die Physikstudenten der Welt lernen dieses Paradigma. Unter anderem auch, weil es funktioniert. Unsere wirkliche Welt funktioniert so.
Und jetzt kommt so ein dahergelaufener Typ, der nicht mal Physik studiert hat, an und schreibt – es gibt keinen Welle-Teilchen-Dualismus. Klar, es finden sich immer irgendwelche Deppen, die be-haupten, die Ergebnisse theoretischer Berechnungen und praktischer Experimente seien falsch und grundsätzlich anzuzweifeln. Aber das sind Scharlatane oder eben Deppen, oder Deppen, die auf Scharlatane hereingefallen sind.
Nein, mir geht es um etwas Anderes. Mir geht es um das Bild, welches in den Köpfen angehender Studenten und anderer Interessierter entsteht, wenn sie populäre Ausgaben der naturwissen-schaftlichen Informationen erhalten und es geht um ein bisschen Philosophie.
Wenn ich eine Information, eine ganz beliebige, gerne auch eine triviale Alltagsinformation erhalte, mache ich mir immer Gedanken darüber, was sie BEDEUTET.
Was bedeutet also der Welle-Teilchen-Dualismus?
Eine physikalische Erscheinung (sie merken schon, dass ich mit meinen Termini sehr vorsichtig agie-re – oben schrieb ich schon Teilchen, Kraft oder Wirkung, jetzt schreibe ich Erscheinung) kann keine widersprüchlichen, sich gegenseitig ausschließenden Eigenschaften besitzen. Ein Elektron ist eben kein Teilchen und auch keine Welle, es ist nicht BEIDES, sondern WEDER-NOCH.
Nein, der Welle-Teilchen-Dualismus weist auf ein völlig neues Phänomen hin, etwas, was wir uns eben nicht vorstellen können. Und hier wird es philosophisch.
Wenn ein Baum im Wald umfällt und keiner bemerkt es. Ist dann der Baum wirklich umgefallen? Natürlich ist er das. Man muss nur in den Wald hineingehen und nachsehen (ein Experiment ma-chen). Dann sieht man den gefallenen Baum.
Mein Paradigma über die Welt ist dergestalt, dass unser Universum existiert, unabhängig davon, ob in diesem Universum jemand existiert, der sich darüber Gedanken macht. Das bedeutet natürlich auch, dass die Natur des Universums ist wie sie ist und nicht, wie wir Menschen sie wahrnehmen und wie gut, oder schlecht, wir sie verstehen. Das bedeutet, dass die Eigenschaften der Natur des Universums auch unabhängig von unserem Vorstellungsvermögen sind.
Es ist gar nicht so lange her, dass sich Menschen nicht vorstellen(!) konnten, dass die Erde keine Scheibe ist, dass die Erde nicht das Zentrum der Welt ist (gut, die gibt es heute noch), dass ein Atom (ich meine jetzt das chemische Atom) eine Struktur besitzt.
Vielleicht werden wir Menschen eines Tages tatsächlich den sogenannten Welle-Teilchen-Dualismus verstehen, wirklich verstehen und eine Vorstellung davon besitzen, vielleicht ist es aber auch für Menschen grundsätzlich unvorstellbar.
Darum plädiere ich für die Anerkennung von Wissen. Wir wissen viel, auch wenn wir die Konse-quenzen aus diesem Wissen uns nicht vorstellen können. Und je tiefer wir in die Natur des Univer-sums eindringen, desto mehr Wissen werden wir schaffen und vieles davon wird unvorstellbar bleiben.
Weil wir Menschen nur ein kleines Element, ein winziger Bestandteil dieses Universums sind.
Um noch einmal auf den Baum im Wald zurück zu kommen: Das Universum existierte schon, als nicht abzusehen war, dass Leben überhaupt möglich sein könnte und mit Sicherheit wird es noch existieren, wenn jegliches Leben erloschen ist.
So denke ich, das ist meine Überzeugung und meine Bescheidenheit.

Descartes Maxime – für jeden Projektmanager heute noch bedeutsam!

 

In seinen Regeln zur Leitung des Geistes“ stellt der französische Philosoph und Mathematiker Descartes folgende Maximen auf:

 

  1. Übereilung und Vorurteil sind sorgfältig zu meiden.
  2. Jede der zu untersuchenden Schwierigkeiten ist in so viele Teile zu zerlegen, wie es möglich und zur besseren Lösbarkeit wünschenswert ist.
  3. Mit den einfachsten und fasslichsten Objekten ist zu beginnen und von da aus schrittweise zur Erkenntnis der kompliziertesten fortzuschreiten.
  4. Hinreichend vollständige Aufzählungen und allgemeine Übersichten sind anzufertigen, um sicherzugehen, dass nichts ausgelassen wurde.

 

Dies sind allgemeine Regeln, die jedem Problemlöser in den Sinn kommen (Heuristik, griech.: Kunst des Findens bzw. Erfindens). Für den Fall, dass das zu entwerfende Verfahren einer Maschine zur Ausführung überantwortet werden soll, nehmen sie eine spezielle Gestalt an, die Thema der folgenden Kapitel ist.

Die wichtigste Phase beim Erstellen eines Algorithmus ist die Analyse der Problemstellung und das Nachdenken über die Lösung. Dieser Teil, die Problemanalyse und die nachfolgende Skizze des Lösungswegs, ist wesentlich wichtiger und zeitaufwendiger als die eigentliche Codierung in irgendeiner Programmiersprache. Nicht zu Unrecht arbeiteten in den Anfängen der EDV die Systemanalytiker und Programmierer relativ getrennt voneinander. Damals gab es aber auch keinerlei wissenschaftliche Aufarbeitung des Problems, also das, was heute als Softwaretechnik bezeichnet wird. Programmieren fand eher intuitiv und mit Versuch und Irrtum statt – so wie heute auch oft noch von Anfängern programmiert wird.

aus: http://www.netzmafia.de/skripten/programmieren/ad2.html

Ein Gespräch mit einem Interessierten

Ich hatte kürzlich ein Gespräch über Physik im allgemeinen mit jemandem, der wirklich interessiert, aber erschreckend wenig physikalisches Wissen offenbart hat. Ich billige ihm zu, dass er wenig Chancen hatte, die korrekten Informationen zu erlangen, da dieser Unfug, auf den er in der Diskussion Bezug nahm, Verbreitung und Anerkennung in unserer Gesellschaft gefunden hat. Leider!
Was ich auf keine Fall möchte ist, ihn in Verlegenheit zu bringen, ihn zu brüskieren oder gar lächerlich zu machen. Da diese Aussagen, mit denen ich in der Diskussion konfrontiert wurde, aber teilweise plausibel klingen (wenn sie nicht hinterfragt werden), sind die für das Allgemeinwissen so gefährlich und diskussionswürdig. Nur darum!
Andernfalls wäre der Unfug nicht mal einer Diskussion würdig. Viele Thesen entsprechen einem “aristotelischen Weltbild”, d. h. die Erscheinung ist die Wahrheit ohne Berücksichtigung der konkreten Umstände, also der Empirie.

Nun, dann fangen wir an:

These 1: Jemand ein Auto entwickelt, wo die Schwerkraft aufgehoben wurde. Es bewegte sich auf dem natürlichen Magnetfeld der Erde ohne Benzin.

Die Schwerkraft und der Elektromagnetismus haben zwei völlig verschiedene Ursachen und wirken demzufolge auch völlig unterschiedlich. Derzeit ist es nicht möglich, das Schwerefeld abzuschirmen oder gar zu beeinflussen. ein Auto, dass nicht mehr der Schwerkraft unterliegt ist also nicht möglich. Nicht mal theoretisch.
Selbst wenn es gelänge die Schwerkraft aufzuheben, müsste man Energie aufwenden um das Auto zu beschleunigen, abzubremsen und, da es ja reibungsarm bewegt wird, sehr viel Energie zum Halten der Spur. Es würde ja, wenn es sich schwerefrei bewegen würde, nicht der Erdkrümmung folgen, sondern sich tangential von der Erdoberfläche entfernen.

These 2: Der Weltraum hat keine Anziehungskraft, aber der Äther ist da, in dem man Raum und Zeit überwinden kann.

Nun, die Schwerkraft herrscht überall. Tatsächlich ist sie im Weltraum durchaus wirksam. Dass die Astronauten in den Stationen so schöne Schwerkraftexperimente machen können, liegt darin, dass sie mit der gleichen Geschwindigkeit fallen, wie es die herrschende Schwerkraft erfordert. Sie fallen praktisch permanent um die Erde herum. Sie prallen nur deshalb nicht auf die Erdoberfläche, weil die Erde kleiner ist als die entsprechende Wurfparabel der Raumstation. Und die Raumstation bewegt sich nur darum (scheinbar) endlos, weil sie nur sehr (je nach Umlaufbahn – sehr, sehr) langsam abgebremst wird. Ohne horizontalen Bewegungsvektor würde jeder Körper, unabhängig von seiner Entfernung, einfach abstürzen. (Gut, im realen Weltraum würden dann die Schwerkraftfelder anderer Raumkörper (Mond, Planeten, Sonnen, Sternhaufen, Galaxien, Nebel und anderes Zeugs im Weltraum)wirken und die Bahn ablenken.)
Der Äther wurde durch Michelson (siehe dort) abgeschafft (obwohl sein Experiment mit dem Ziel erdacht wurde, den Äther zu beweisen) und diese Abschaffung in der Folge mehrfach bewiesen.
Die Überwindung von Raum und Zeit hat damit wenig zu tun. Da spieltest du vermutlich auf die Wurmlöcher, die physikalisch durchaus real sind und Zeitreisen quasi möglich machen sollen, an. Das ist aber eher in einem extra Beitrag zu erklären.

These 3: Ein leerer Raum der alles Verbindet ist ja das Tor zur Einstein Rosenbrücke. Das war mal wieder meine Idee von einem Gedanken, das durch Energie und Gedankenraft alles bewegt. Das sieht man ja bei mancher Militärtechnik, z. B. steuert der Pilotenhelm Waffen, die dann immer dahin zeigen, wohin das Auge sieht.

Du spielst jetzt vermutlich auf das Einstein-Podolsky-Rosen-Paradoxon an. In der Kopenhagener Deutung (siehe hier) wird das Paradoxon so aufgelöst, dass die indirekte Bestimmung über die Messung an Teilchen Nr. 2 eben gar keine Messung von Eigenschaften des Teilchens 1 ist. Das hat aber auch nichts Deiner folgenden Aussage zu tun. Ich vermute, Du hast diese These nur angebracht, weil sie in der (trivialen!) Literatur oft für die Unrichtigkeit physikalischer Erkenntnisse missbraucht wird.
Die “Gedankensteuerung” ist nicht nur in dieser Militärtechnik vorhanden, sie dient auch zur Steuerung von Prothesen Versehrter. Da ist aber nichts Unglaubliches, Geisterhaftes oder Übernatürliches dabei. Geistige (also Gehirnleistungen) verursachen elektrische Vorgänge in bestimmten Gehirnregionen. Diese zu messen ist (prinzipiell) kein Problem und wenn man weiß, welche elektrischen Muster welche Vorgänge bedeuten, kann man sie mechanisch sehr gut abbilden.

These 4: Viktor Schauberger und sein lebendiges Wasser; naturrichtig fließendes Wasser erzeugt Levitationsenergie

Er entwickelte Wasserreinigungsanlagen nach dem Wirbelprinzip. Stellte Revitalisierungsanlagen für Wasser her. Stellte so genanntes Edelwasser her, mit dem man auch die schlimmsten Krankheiten heilen konnte. Jemand hat diese Technik 1:1 nachgebaut und angeblich mit dem „Wasser“ u.a. Krebs, Aids und Diabetes geheilt – allerdings nur im engsten Familien- u. Freundeskreis, da Heilen in der BRD ja verboten ist, wie der Verrückte (nein, das meine ich so!) schreibt.
Normalerweise würde man sich um solche Bücher nicht kümmern, wenn sie in den Buchhandlungen in den Abteilungen für Religion, paranormale Erscheinungen oder Spiritismus stünden. Leider werden sie oft als naturwissenschaftlich eingestuft, vermutlich weil im Titel Wörter wie “Quanten” und “Physik” vorkommen.
Solche Scharlatane widern mich regelrecht an. Sie versprechen einem das ewige Leben, wenn man bereit ist, sich nur von Wurzeln zu ernähren, sie haben Beweise für den Besuch von Außerirdischen, sie widerlegen die Relativitätstheorie mithilfe alter Hieroglyphen und behaupten anderen Unsinn. Leider gibt es dann auch Menschen, die diesem Unfug Glauben schenken und viel Geld ausgeben – selbst, wenn die Behauptungen gegen den gesunden Menschenverstand verstoßen. Leider klingen sie aber durch die abstrusen Erklärungen oft plausibel.

Du siehst, es gibt weniger Geheimnisvolles, als die Physik selbst. Die Physik ist unheimlich spannend und es gibt noch Vieles, was unklar, unbekannt ist. Aber das, was die Wissenschaftler erforscht haben, ist Wissen!
Und, was noch Bedeutsam ist, Wissenschaftler sind ehrlich. Was sie nicht wissen, wissen sie nicht und kommunizieren das auch.

Ergänzung zum Gesetz zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums von 2011

Die Präsentation verlief hervorragend. Thorben von Schneider, Bester seines Jahrganges am Karlsruher Institut für Technologie, hatte eine Präsentation vorbereitet, die den Vorstand eines der größten und bedeutendsten Welt-Konzerne sichtlich beeindruckt hatte. Was er demonstrierte war bislang einmalig in der Welt und würde den Konzern an die Spitze der Weltkonzerne katapultieren. Genaugenommen stritt sich der Konzern mit zwei übriggebliebenen Banken und dem einzigen Energiekonzern um Platz eins der Weltrangliste. Dabei war Thorben nicht gewohnt vor solchen bedeutenden Persönlichkeiten zu sprechen und entsprechend aufgeregt gewesen. Die Vorstandssekrektärin hatte ihm, als er im Vorzimmer auf seinen Einsatz wartete, Mut zugesprochen. Dann war es soweit. Es sprach von Revolutionierung der Arbeitsproduktivität, von Verzehnfachung des Produktionsvolumens bei gleichzeitiger Erhöhung der Qualität und deutlicher Verringerung der Kosten. Wenn sich seine Vision verwirklichen würde, könnten sie die Konkurrenten mit einem Handstreich vom Markt wischen. Obwohl es quasi keine Konkurrenten mehr gab, der Konzern war seit geraumer Zeit weltweit führend und in dieser Produktgruppe Monopolist. Der Konzern hatte sich in den vergangenen vierzig Jahren nach und nach alle anderen Autohersteller einverleibt. Aber die Aussicht auf Verzehnfachung der Produktion bei gleichzeitiger Verringerung der absoluten Gesamtkosten, das war schon was. Allein die Fördergelder, die für diese großartige Innovation genehmigt werden, übersteigen die Milliarden.

Am Ende der Präsentation dankte der Vorstandsvorsitzende, Dr. Emery, sonst für seine harte und unerbittliche Vorgehensweise bekannt, überschwänglich und drückte seine persönliche Zustimmung und die Zuversicht aus, das Vorhaben zu verwirklichen.

Nach dem die Mitglieder des Vorstandes den Vortragsraum verlassen hatten und Thorben von Schneider seine Unterlagen und Geräte zusammenpackte, kam auch die Vorstandssekretärin in den Raum um ihre Arbeit zu machen. Dabei fragte sie beiläufig, wie der Vortrag gelaufen sei. Thorben antwortete, dass seine Ideen wohlwollend aufgenommen wurden und vermutlich verwirklicht werden.

Die Vorstandssekretärin beglückwünschte in zu diesem Erfolg und fragte zum Schluss: „Aber sagen Sie mir bitte: Wozu brauchen wir zehnmal mehr Autos?“

“Ich tat es, weil ich es kann!”

Vor einiger Zeit habe ich mich mit obiger Aussage selbst zitiert, aber die Aussage als falsch verworfen. Weil man eben nie Dinge machen sollte, nur weil man sie machen kann – war mein Fazit, welches ich heute auch noch vertrete!

In letzter Zeit bin ich auf eine Technologie gestoßen, die mit großem Hallo und Tamtam beworben und als unverzichtbares Feature aktueller Handys gehandelt wird. Um was geht es? Sicher haben viele von Ihnen, liebe Leser, bereits davon gehört oder gelesen. Vielleicht nutzt sogar dieser oder jener dieses Feature, das kabellose (induktive) Laden!

Dabei ist die Idee nicht mal neu. Elektrische Zahnbürsten nutzen die Induktionsladung bereits seit langer Zeit. In diesem Fall ist das kontaktlose Laden sogar sehr sinnvoll, um nicht den Begriff ‘notwendig’ zu verwenden. Durch die Feuchtigkeit im Bad und bei der Benutzung müssten die Kontakte sehr robust und edel ausgeführt werden um eine Korrosion zu vermeiden bzw. nicht gleich einen Ausfall durch Korrosion herbeizuführen. Logisch? Logisch!

Jetzt wird dieses Feature aber bei Handys als Spitzentechnologie beworben und es gibt auch gleich etliches Zubehör – Ladekissen und ähnlichen Mist.

Ich habe mich gedanklich durchaus damit beschäftigt und bin zu dem Schluss gekommen – Quark! Ich konnte mir keinen sinnvollen Anwendungsfall ausdenken, bei dem eine kontaktlose Ladung zweckmäßiger ist, als eine per Kabel. Mit fallen keine Vorteile ein. Bei den Produktbeschreibungen habe ich auch noch keine Darstellung der Vorteile in der Handhabung gesehen. Dabei ist doch das ein Muss, wie die Marketing-Experten immer erklären. Letztendlich läuft es also nur darauf hinaus – man macht es, weil es geht. Und man bezahlt es. Das ist das Problem. Die Induktionsspule kostet Platz, erhöht das Gewicht und verbraucht vielleicht sogar etwas Batteriestrom (je nach Ausführung). Außerdem ist der Ladevorgang langsamer.

Und die Vorteile? Ein Kabel brauche ich trotzdem, von der Steckdose bis zum Kissen. Der Ladeort ist auch festgelegt. Nämlich da, wo das Ladekissen liegt muss auch das Handy sein, weil die Reichweite der Induktionsspule sehr gering ist. Und wenn es klingelt nimmt man es hoch und unterbricht damit den Ladevorgang. Ein Kabel ist da flexibler.

Vielleicht fällt meinen Lesern ja ein guter Anwendungsfall ein! Ich lasse mir gern weiterhelfen. Dafür ist der Kommentarbereich immer offen. Natürlich auch für Bestätigungen. Die freuen mich, nützen mir aber nichts. Widerspruch bringt mich weiter!

Das Problem mit den Betas

Vor einigen Tagen habe ich ein Buch zu Ende gelesen – ich musste erst genießen, ehe ich darüber schreiben konnte.

Das Buch mit dem Titel ”Firebird” von Jack McDevitt handelt etliche tausend Jahre in der Zukunft. Die Menschen haben die Technologie zur Erreichung von Überlichtgeschwindigkeit und solche Überlicht-Raumyachten haben den Status eines zweimotorigen Privatflugzeuges der heutigen Zeit. In dem Roman sind auch die Lebensgewohnheiten und gesellschaftlichen Umstände der heutigen Zeit gleich.
(Hinweis für SF-Fans, die auch mehrere tausend Jahre menschlicher Entwicklung erwarten: wenn McDevitt auch die Lebensart und –umstände verfremdet hätte, wie es bei wirklich guter SF-Literatur im Stile von Stanislaw Lem oder Sergej Snegow gemacht haben, müsste der Leser mehr Grips aufwenden und das Buch würde sich schlechter verkaufen.)

Spannend finde ich einen Zweig der Handlung, in dem über die Betas gesprochen wird.

Betas sind kleine Kästen die holographische Projektionen von Menschen erzeugen können und als Informations-, Bildungs- und Kommunikationspartner funktionieren. Sie sind sehr intelligent, können in natürlicher Sprache kommunizieren und sich weiterbilden. Damit erhebt sich die Frage, nicht nur im Roman, ab welcher Stufe Automaten keine bloßen Maschinen, die man einfach abschalten darf, mehr sind. Ob und, wenn ja, ab wann sie Rechte genießen.

Jack McDevitt lässt die Protagonisten seiner Geschichte darüber diskutieren, gibt aber keine Lösung preis.

Unsere Informationstechnologie wird immer leistungsfähiger, dass wir langsam beginnen sollten, uns darüber Gedanken zu machen. Was ist, wenn es uns in absehbarer Zeit gelingt, einen Computer zu bauen, der Zugriff auf das Wissen des Internets hat, der in der Lage ist, Schlüsse selbsttätig zu ziehen, der sich selbst weiterbilden, und damit weiterentwickeln, kann? Der Gefühle überzeugend abbilden kann? Der den Turing-Test (siehe hier) mit Leichtigkeit bestehen könnte?

Menschen bleiben unbestritten immer Menschen, egal, wie ihre geistigen Fähigkeiten entwickelt sind – oder durch Gendefekte, Krankheiten oder Unfälle geschädigt sind. Es gibt Menschen, die haben geringere Empfindungsfähigkeit als die Sensoren eines heutigen Handys. Selbst gesunde Menschen müssen Empfindungen erst erlernen, wie Computer. Wir töten sie nicht (schalten ab!), weil unser Sozialverhalten den Menschen-Status nie in Frage stellt. Das ist auch keine Frage, ob es sich um Lebewesen handelt. Tiere töten wir!

Was also unterscheidet einen empfindungsfähigen, mitleidig erscheinenden, intelligenten Computer von einem Menschen? Dass er kein Lebewesen ist!

Der fehlende Stoffwechsel kann aber auch nicht die Antwort sein. Was geschieht, wenn unsere Medizintechnik es eines Tages ermöglicht, nur einen Kopf (so, wie in der Filmkomödie “Mars-Attacs”) am Leben zu erhalten (und ein Mensch sich darauf einlässt). Was, wenn nur das Gehirn am Leben bleibt und über technische Einrichtungen mit uns kommuniziert? Was, wenn nur das Abbild des Gehirns in einem Computer “funktioniert” und kommuniziert? Ist das noch der Mensch, der er einmal war?

Keine Panik, ich bin nicht verrückt genug (oder klug genug?), Antworten zu geben!

Es lohnt sich auf jeden Fall, das Buch zu lesen. Spannend ist es. Das eigene Gehirn wird beim Lesen nur etwas mehr durchblutet! (Trotzdem: siehe oben!)   clip_image002


Ach, ehe ich es vergesse: Betas nennen sich die Künstlichen Intelligenzen im Laufe der Geschichte selbst (“Wir bevorzugen den Begriff ‘Beta’!”) und erwarten, dass die Menschen ihnen eigene Persönlichkeitsrechte zuerkennt und sie nicht abschaltet.

Was wird von BIG-DATA-Lösungen erwartet?

Einer IDC-Studie 2012 zufolge werden in erster Linie Kostenoptimierungen, schnelle Informationsgewinne, besseres Informationsmanagement und bessere Steuerung des Unternehmens gefordert.1

Putzig ist, dass bessere Unternehmenssteuerung erwartet wird.

An dieser Stelle muss ich darauf hinweisen, dass eine perfekte BIG-DATA-Lösung nicht zwingend eine “bessere” Unternehmenssteuerung nach sich zieht. Was bedeutet an dieser Stelle überhaupt “besser”? Unternehmenssteuerung ist mehr, als nur die Ansammlung von IT-Werkzeugen. Allerdings unterstützen gute Werkzeuge die optimale Organisation in Unternehmen.

Wie tun sie das?

Ganz einfach. Sie sind so perfekt flexibel, dass sie an eine optimal organisierte Unternehmensstruktur angepasst werden können, dass sie gleiche Datenbestände in verschiedenen Kontexten zeitgleich nutzen können. Warum ist gerade das wichtig?

Redundanzen in Datenbeständen sind bei den heutigen Speicherpreisen und Verarbeitungsgeschwindigkeiten vernachlässigbar. ABER! Redundanzen beinhalten eine große Gefahr. Nämlich, dass sie nicht mehr redundant bleiben. Daten sind zunehmend verteilt! Dass die verteilten Daten ungewollt oder sogar gewollt stellenweise verändert werden, obwohl diese Daten von anderen Quellen abhängig sind, kann dann oft nicht vermieden werden. Eine gute BIG-DATA-Lösung vermeidet genau solche Probleme, trotz der vielfältiger Verwendung der verwendeten Daten, indem sie nur einen Datenbestand, also redundanzarm bzw. sogar –frei, nutzt.

Das bedeutet, dass erst eine optimierte Unternehmenssteuerung entwickelt werden muss, ehe die BIG-DATA-Lösung zum Einsatz kommt. Eine optimale BIG-DATA-Lösung ist also die Folge der Strukturoptimierung. Nicht umgekehrt!

Eine weitere Erwartung kommt in der Aussage “bessere Informationsbasis für Unternehmensentscheidungen” zum Ausdruck. Das ist Unsinn! Wer immer noch nicht begriffen hat, dass mehr angesammelte Informationen keineswegs bessere Entscheidungen zur Folge haben, dem kann auch ich nicht mehr helfen.2

Vielleicht ist mit “besser” auch nur “qualifiziert komprimierte” Informationsbasis gemeint. Dann kann ich helfen, mit CortexServer nach der Optimierung der Informationsstruktur.

Überhaupt stört mich in den Ergebnissen der Studie der oft verwendete Begriff “besser”. Wenn die Befragten den Begriff “besser” qualifizieren würden, hätten sie oft schon die Lösung ihrer Probleme.

Für alle Anderen, die eine BIG-DATA-Lösung benötigen, kann ich CortexServer ans Herz legen. CortexServer erfüllt alle genannten Erwartungen weit darüber hinaus. CortexServer ist auch für zukünftige, bislang unbekannte, Anforderungen gut gerüstet.


1) Quelle: http://www.tecchannel.de/grafik-des-tages/236
2) Nur ein Beispiel: Ob ich für eine spekulative (also kurzfristige) Aktienanlage die Information “das Firmenlogo sieht super aus” oder die gesammelten Chartdaten der vergangenen dreißig Jahre nutze ist belanglos. Beides sagt nichts über den zukünftigen Verlauf des Aktienkurses aus.

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